Patrick Stanke spielt bis zum 6.2.2006 in Berlin die Hauptrolle des D’Artagnan bei den “3 Musketieren”. Hier treffen wir den beliebten Darsteller.

MF: Patrick, wie kamst Du zur Musik bzw. zum Musical?

Ich habe schon als Kind Lieder aus dem Radio mitgesungen und mir war schon ganz früh klar, daß ich gerne etwas in Richtung Kunst oder Musik machen wollte. Später habe ich dann in der Schulband mitgesungen, bekam Gesangsunterricht und lernte auch schon früh Gitarre spielen.

 

MF: Und wie bist Du dann zum Musical gekommen?

Ich habe in Wuppertal Gesangsunterricht genommen und meine Gesangslehrerin hat „ANATEVKA“ inszeniert. Dort habe ich mitgespielt und ich wurde von Leuten aus dem Wuppertaler Theater in Cronenberg gesehen. Dieses Theater fördert junge Talente und Sie wollten, dass ich in Ihren Musicals mitspiele. Somit habe ich 3 1/2 Jahre Musicals gespielt, während ich eine Ausbildung als Chemikant machte. Ich bin also auch gelernter Chemikant.

Ich hatte aber auch den Wunsch zu studieren und bewarb mich deshalb an der Theaterakademie in München. Ich musste eine langwierige Aufnahmeprüfung machen und wurde dann an der Schule angenommen.

 

MF: Du hast Dein Diplom als Musicaldarsteller. Was bedeutet das genau? Darfst Du auch unterrichten?

Nein, ich darf nicht unterrichten. Dieses Diplom ist, wie in anderen Berufen, die Bestätigung, daß man seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat. Man macht auch hier ein Vor-Diplom und anschließend die Prüfung.

 

MF: Die Rolle des D’Artagnan stellt ja auch körperlich eine ziemliche Herausforderung dar. Wie hältst Du Dich fit?

Ich habe einen Personal-Trainer, mit dem ich mich 3x die Woche treffe. Wir machen alles: gehen ins Fitness-Studio, machen Kraft- und Ausdauertraining, Cardio, gehen laufen, boxen und schwimmen.

 

MF: War das Fechten schwer zu lernen?

Das hatte ich schon in meiner Ausbildung auf der Schauspielschule. Aber natürlich mußte ich für die „3 MUSKETIERE“ noch einiges hinzulernen.

MF: Hattest Du die Möglichkeit, auf den Charakter des D’Artagnan Einfluss zu nehmen?

Im Grunde wurde das Stück hier neu entwickelt. Um authentisch zu sein, versuche ich in jede Rolle auch ein bißchen „Patrick“ mit einzubringen. Je mehr „Patrick“ in der Rolle ist, desto überzeugender ist es auch. Wenn Ihr die Show seht, werdet Ihr denken, daß könnte jetzt auch Patrick gewesen sein.

 

MF: Also prägst Du die Rolle nach Deinem eigenen Charakter?

Ja, mehr oder weniger. Die Richtige Mischung macht`s!

 

MF: Könntest Du Dir vorstellen, auch eine Tanzrolle zu spielen, wie z.B. in „Dirty Dancing“?

Also ich bin sicher nicht der große Tänzer, obwohl ich auch Ballett-Unterricht hatte. Momentan bin ich total aus der Übung, da ich seit Jahren nur die Heldenrollen spiele. Mit einem gewissen Training und einer Aufbauphase ginge sicher einiges.

 

MF: Welche Musik hörst Du privat am liebsten?

Im Auto läuft auf jeden Fall mal „Jazz-Radio“. Aber ich bin auch bekennender Musicalhörer. Ich höre aber auch gerne mal „La Bohème“. Aber im Grunde bin ich schon der Jazz-Rock-Fan.

 

MF: Hast Du Vorbilder?

Meine Mama und mein Papa sind meine Vorbilder. Es gibt auch ein paar Darsteller, die ich gut finde, aber wirkliche Vorbilder habe ich nicht. Es gibt schon Menschen, die ich verehre. Ich finde z. B. Edward Norton einen tollen Schauspieler. Aber das ist nicht mein Vorbild. Ich bin doch ich selbst und ich versuche auch immer, ich selbst zu bleiben. Auch wenn ich dann manchmal in mir einen Edward Norton entdecke.

 

MF: Hast Du Zeit, auch mal ein Buch zu lesen? Und wenn, was liest Du dann?

Ich lese sogar ziemlich viel. Gerade bin ich mit „Illuminatis“ fertig geworden. Und jetzt habe ich mit „Mastercode“ angefangen.

 

MF: Hast Du ein Haustier?

Ja, ich habe einen Hund namens Jacky. Der ist eine interessante Mischung. Er lebt bei meinen Eltern in Wuppertal, aber immer wenn ich nach Hause komme, gehe ich mit ihm im Wald spazieren. Überhaupt bin ich ein Familienmensch und versuche, so oft wie möglich an unseren spielfreien Tagen nach Wuppertal zu meinen Eltern zu fahren.

 

MF: Wie ist Dein Verhältnis zu Fans?

Ich habe einen tollen Fanclub und die Clubleiterin schafft es prima, alles zu ko- ordinieren. Ich finde Fans total wichtig. Ein Musical ohne Fans ist wie Al Bundy ohne eingespielte Lacher. Fans sorgen für Stimmung. Das ist wirklich toll.

Aber es gibt natürlich auch Extreme. In Hamburg gab es welche, die haben vor meiner Wohnung gezeltet. Ich konnte nirgendwo mehr hingehen. Das war schon sehr nervig.

Aber ich gebe wirklich gerne Autogramme oder mache Fotos. Allerdings möchte ich, daß man auf mich zukommt. Ich kann doch nicht hingehen und sagen „wollt Ihr ein Autogramm“. Das wäre albern. Das wäre so als würde ich sagen „na war ich nicht toll“. Aber das führt dann manchmal zu Missverständnissen, weil die Leute sich nicht trauen, mich anzusprechen und wenn ich dann weg gehe, sind sie beleidigt. Also bitte, wenn Ihr ein Autogramm oder ein Foto wollt, dann kommt auf mich zu.

 

MF: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

 

Vielen Dank!

 

Interview geführt von

Ingrid Kernbach und

Verena Kaus für

Musicalfriends Stuttgart

 

[HOME] [Termine 2010] [2010 - was kommt] [2010 - was war] [2009 Aktuelles] [12.11.09 WWRY] [09.10. BUDDY] [26.8.09 Füssen] [2009 Was war] [09.05. KJO 2009] [Bye Rebecca] [2008 WAS WAR] [07.11.08 PREM TDV] [13.11.08 PREM WWRY] [05.10.08 PREM IWS] [Highlights07] [Highlights06] [Highlights05] [2006 TdV Derniere HH] [INTERVIEWS] [UweKröger] [PiaDouwes] [KristinHoelck] [CuschJung] [TobiasWeis] [JessicaKessler] [PatrickStanke] [TdV Hamburg] [Story] [DRACULA] [LINKS] [DARSTELLER] [Dr.M.Kunze] [KAREL GOTT] [SIEGFRIED & ROY] [GÄSTEBUCH] [Impressum/Kontakt]